Du denkst, du weißt alles über Linux? Mitnichten! Hier sind ein paar Fakten, die auch selbsternannte Poweruser vielleicht nicht kennen. Ein Abriss der wichtigsten Punkte von whylinuxisbetter.net und weitere Ideen.
- 1. Das Dateisystem fragmentiert nicht*
- 2. Betrieb ohne grafische Oberfläche
- 3. Einfach zu installieren
- 4. Open Source
- 5. Grafische Benutzeroberfläche nach Wahl
- 6. Sicher auch ohne Virenscanner und Firewall
- 7. Zum Spielen hervorragend geeignet
- 8. Keine Update-Orgien
- 9. Keine Crapware mehr!
- 10. Du startest weniger oft neu
1. Das Dateisystem fragmentiert nicht*
Der größte Vorteil ist wohl das Dateisystem. Nicht umsonst setzt die Spieleplattform STEAM nun auf Linux: Alleine das schnellere Lesen beschleunigt Spiele immens, der Vorteil vervielfacht sich bei SSDs entsprechend. Als Dateisysteme werden derzeit junge Entwicklungen wie ext4 oder btrfs eingesetzt. Diese sind modern, schnell und zuverlässig.
Natürlich ist auch ein Linux nicht vor Fragmentation gefeilt. Wenn deine Festplatte sehr voll ist, kann auch das beste Dateisystem eine große Datei nicht einfach am Stück ablegen. Dort sind dann einfach physikalische Grenzen gesetzt. Im Gegensatz zum zwanzig Jahre alten NTFS passiert das aber sehr viel später und viel weniger häufig. Im Normalbetrieb ist der Blick auf die Fragmentierung also unötig. Wer mehr Informationen dazu haben will, schaut mal bei HowTo-Geek über Defragmentierung vorbei.
2. Betrieb ohne grafische Oberfläche
Linux lässt sich - im Gegensatz zu Windows - sehr einfach ohne grafische Benutzeroberfläche betreiben. Warum? Weil es Ressourcen spart.
Ein gutes Einsatzgebiet sind kleine Server, wie etwa der Raspberry Pi, der wenig Speicher hat. Eine grafische Benutzeroberfläche zieht nur unnötig Speicher und CPU-Leistung, wenn man ihn nur als Mumble-Server oder Torrent-Server/Client nutzt.
Zwar lassen sich mit der PowerShell auch Windows-Server inzwischen headless bedienen - der Komfort ist doch ein anderer. Während man unter Linux nur wenige Dateien bearbeiten muss (meistens ein paar pro Anwendung), nutzt man unter Windos sehr viele Commandlets (CmdLets). Da eine Datei kommentiert ist, lässt sie sich einfacher bearbeiten als sich Optionen zu einem CmdLet zu merken oder immer wieder herauszusuchen.
Linux ist daher auch ressourcenschonend zur Umwelt, weil dadurch effektiv Leistung eingespart werden kann.
3. Einfach zu installieren
Die Zeiten komplizierter Installationsorgien sind schon lange vorbei. Die grafischen Installer der meisten Linux-Distributionen sind so einfach, dass sie selbst eine Windows-GUI in die Tasche stecken. Kein kompliziertes Eintippen von Lizenzschlüsseln, keine Festplattenpartitionen anlegen (wenn man nicht will), sondern einfach nur immer wieder Enter drücken.
[caption id="attachment_5855" align="aligncenter" width="1024"]
Während der Installation, die übrigens nicht sehr lange dauert, erhältst du Informationen über das Betriebssystem. Damit bist du gleich startklar. Und weil du während der Installation bereits Benutzernamen und Grundeinstellungen eingibst, entfällt die Konfiguration nach der Installation.
Ein alter Witz beschreibt die Situation noch heute:
»Ein Huhn könnte Debian installieren. Man muss lediglich genug Körner auf die Enter-Taste legen!«
4. Open Source
5. Grafische Benutzeroberfläche nach Wahl
6. Sicher auch ohne Virenscanner und Firewall
7. Zum Spielen hervorragend geeignet
8. Keine Update-Orgien
Während unter Windows jedes Programm zwangsweise seinen eigenen Update-Client mitbringt, ist das unter Linux selten bis nie der Fall. Es gibt bei den meisten Distributionen einen zentralen Paketmanager, über den sogar Fremdsoftware wie Adobe Flash oder Oracle Java installiert wird. Auch Google stellt ein entsprechendes RPM oder Debian-Paket bereit, welches sich dann automatisch über die integrierten Repositories aktualisiert.
[caption id="attachment_5863" align="aligncenter" width="1366"]
Der Vorteil ist, dass nicht zig Programme in den Vordergrund poppen, sondern über ein Programm geregelt alle Updates installiert werden können. Nicht erst beim Herunterfahren, sondern zum selbst gewählten Zeitpunkt.

