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Stabil über SSH Fernarbeiten

Administriert man ein System aus der Ferne per SSH, so kann es passieren, dass die Verbindung abbricht. Zwar gibt es die Möglichkeit, SSH-Tunnel oder -Verbindungen mit AutoSSH wieder aufzubauen, aber das genügt in manchen Fällen nicht -Grund: Die soeben gestartete Anwendung wird beim Timeout abgebrochen.

Textbasiert

Um dieses Dilemma zu umgehen, kann man zu einem kleinen „Trick“ greifen. Arbeitet man ausschließlich per Terminal, so bietet sich der Fenstermanager „Screen“ an, der völlig textbasiert arbeitet und keinen X-Server braucht. Dieser arbeitet Sessionbasiert. Trennt sich die Verbindung, so wird beim nächsten Start von Screen die alte Session wieder aufgebaut.

Unter Ubuntu kann man screen einfach installieren. Man installiert einfach das gleichnamige Paket screen. Weitere Informationen enthält der oben verlinkte Wiki-Artikel auf www.ubuntuusers.de.

Grafisch

Wer lieber mit einer grafischen Oberfläche Arbeitet, der kann zu x2go greifen. Diese Anwendung verwandelt den (heimischen?) PC in einen echten Terminalserver. Auch hier werden Sitzungen verbindungsunabhängig gespeichert. Über das schlanke NX-Protokoll von Nomachines kann sogar von einer Modemleitung aus der Rechner noch bequem aus der Ferne bedient werden. x2go stellt dabei auch Windows-Clients bereit. Das Projekt baut standardmäßig Pakete für Debian, es gibt aber auch eine gute Installationsanleitung für Ubuntu.

x2go ist selbstverständlich ebenfalls OpenSource-Software (OSS). Von letzterem noch ein Screenshot:

x2go-Client Bildschirmfoto
x2go-Client Bildschirmfoto
Published inHow Tos

3 Comments

  1. Autossh ist sehr praktisch. Ich nehme mal als beispiel einen NFS-Server daemon. Einen NFS-Server möchte ich jetzt nicht komplett erklären, aber es ist so, dass man probleme bekommt wenn der Server mal eben einen unangemeldeten abflug macht. Die Clienten haben dann ein Lock im Filesystem und das kann mehr oder weniger _schwere_ probleme mit sich bringen. Der Lock kann zwar wieder behoben sein, wenn sich der Server wieder meldet aber was ist wenn er es nicht macht oder gar unter einer anderen Adresse.
    Vorallem dann, wenn sich der NFS in einem Cluster oder riesen Storage befindet finde ich das sehr gut da ich dort nicht screen oder ein nohup sende.

    Da es probleme macht, ein mount umzuhängen wenn der lock da ist und vorallem wenn es sich um sekunden handelt.

    Darum bietet Autossh eine sehr gute Lösung den Tunnel wieder erneut aufzubauen.

    • Ben Ben

      Naja, es ist wie bei dir im Blog gesagt eine andere Zielgruppe. Hier geht es nicht darum irgendetwas zu tunneln, sondern Prozesse nicht abstürzen zu lassen.

  2. Matthias Loibl Matthias Loibl

    Jetzt muss ich hier doch mal noch einen Eintrag hinter lassen.
    Bis jetzt habe ich es wirklich immer so über die Konsole gemacht, aber Screen muss ich mal noch testen. Hört sich gut an !
    Kannst du vielleicht noch mal bloggen wie man was mit SSH Tunnelt ?
    Wäre geil.
    Viel Spaß weiterhin beim bloggen

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