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Raspberry Pi mit efa2 als Bootshaus-PC

efa-Raspberry-LogoSeit kurzer Zeit bin ich stolzer Besitzer eines Raspberry Pi. Als ganz besondere Idee ist mir als Ruderer in den Sinn gekommen, den Raspberry Pi als günstigen Bootshaus-PC einzusetzen. Für Rudervereine gibt es die tolle Software efa2 (Elektronisches Fahrtenbuch 2) von Nicolas Michael. Da es sich um eine Java-Anwendung handelt, lässt sie sich leicht einrichten. Für € 34,- erhält man also einen günstigen Fahrtenbuch-Computer.



00) Vorraussetzungen

Man benötigt für dieses Tutorial:

  • Einen Raspberry Pi.
  • Eine SD-Karte als Datenspeicher mit mindestens 2GiB Kapazität.
  • Eine Tastatur, optional eine Maus.
  • Einen USB-Stromadapter mit mindestens einem Ampere (1000mA) Ausgangsstrom.
    Etwa den Belkin USB Netzadapter Duo für iPod und iPhone.
  • Wenigstens zur Installation einen Internetanschluss.
  • Einen Monitor, per HDMI ansteuerbar (oder mittels HDMI auf DVI-Adapter angesteuert).
  • Einen Ruderclub, der efa benutzt oder benutzen will.

01) Raspbian installieren

Für dieses Tutorial gehe ich davon aus, dass Raspbian bereits auf einer SD-Karte installiert ist. Zwei Gigabinärbyte (2 GiB) genügen hier völlig. Dazu gibt es eine englische Anleitung für die Erstinstallation auf elinux.org. Alle folgenden Befehle werden direkt auf dem gestarteten Raspberry Pi ausgeführt.

02) Grundkonfiguration von Raspbian

Ab hier wird es spannend: Raspbian bringt ein Tool namens Raspbi-Config mit. Hier gehe ich einige Schritte durch.

Raspberry Pi: Config
Raspberry Pi: Config

expand rootfs

Gute Idee, wenn die SD-Karte größer als 2 GiB ist. Dadurch wird die Partition auf die gesamte SD-Karte verteilt.

configure_keyboard

Hier kann man ein deutsches Tastaturlayout einstellen. Das ist sehr empfohlen, um auch anderen Benutzern später die Benutzung zu vereinfachen. Damit wird auch in efa2 später die Eingabe von Umlauten etc. ermöglicht.

  • Generic 105-key (Intl) PC
  • Other
  • German
  • German (Sund dead keys)
  • Alt-Gr: Tastatur-Standard
  • Compose-Key: No Compose Key
  • Control-Alt-Backspace to terminate the X-Server: No
Raspi Config: Keyboard
Raspi Config: Tastatur, Deutsch

Mit der letzten Option werden tote Tasten aktiviert. Damit kann man Zeichen wie ~, ^ und ` zu weiteren Buchstaben kombinieren, etwa ñ, â, è. Das ist bei unserem Ruderclub nützlich, da wir französische Gäste haben.

change_pass

Wir erstellen später noch weitere Benutzerkonten für jeden Admin. Zunächst stellen wir sicher, dass sich niemand mit dem Standard-User „pi“ einloggen kann. Denkt euch einfach ein schönes, schweres Passwort aus, welches keiner erraten kann. Das Passwort wird beim Eintippen nicht angezeigt.

Passwort für 'pi' ändern
Passwort für ‚pi‘ ändern

change_locale

Damit andere Anwendungen Deutsche Textausgaben haben, kann hier noch folgendes gewählt werden:

  • de_DE.UTF-8 UTF-8
  • Default locale: de_DE.UTF-8
die "locale" ändern.
Die „locale“ ändern.

Der folgende Generierungsvorgang dauert etwas und kann durchaus ein paar Minuten dauern. Damit sind die meisten Ausgaben in Deutscher Sprache zu sehen.

change_timezone

Damit die Zeit korrekt abgespeichert und angezeigt wird (Linux benutzt hier ein ausgefeiltes System mit Zeitzonen und Sommerzeit-Angaben), wird hier noch der Standort angegeben.

  • Europe
  • Berlin

Hinweis: Da der Raspberry Pi keine Echtzeituhr (RTC) besitzt, sollte er entweder nicht ausgeschaltet werden, beim Starten eine Netzwerkverbindung zur Verfügung stellen, oder man gibt beim Startvorgang die aktuelle Uhrzeit manuell an.

boot_behavior

Da wir später unseren eigenen Desktop installieren, stellen wir hier die Option auf  »No«.

Nun wählen wir »Finish« und »Reboot now«, damit die Änderungen aktiv werden.

03) User anlegen

Damit wir nicht immer als Benutzer »pi« arbeiten müssen, legen wir uns noch weitere Benutzer an. Ohne diesen Schritt wäre der Raspberry Pi nicht sauber gegen »Angriffe von innen« abgesichert, da efa sonst mit zu vielen Berechtigungen ausgeführt werden würde.

Persönliche Benutzer

Für jeden menschlichen Admin legen wir einen Benutzer an. Das geht mit folgenden Eingaben:

Hierbei werden »Vorname Nachname« natürlich gegen den echten Namen, und »LOGIN« gegen den gewünschten neuen Benutzernamen ausgetauscht.

Raspberry Pi: User anlegen
Raspberry Pi: User anlegen

Damit der Benutzer auch admin-Befehle (mittels SUDO) absetzen darf, fügen wir ihn noch der Gruppe »sudo« hinzu. Es muss sich also wirklich um eine vertrauenswürdige Person handeln – hiermit erlangt der angelegte Benutzer tiefgreifenden Zugriff auf das System, und kann Daten manipulieren oder das System (softwaretechnisch) zerstören.

Wobei wir hier natürlich wieder »LOGIN« gegen den soeben vergebenen Benutzernamen austauschen.

Damit der Benutzer das Passwort festlegen kann, geben wir folgenden Befehl ein:

Technischen Benutzer für efa2 anlegen

Damit die Software efa2 ausgeführt werden kann, braucht es natürlich auch einen Benutzer. Aus einfachen Gründen nenne ich ihn einfach »efa«. Er wird Systembenutzer, kriegt kein Passwort (um sich nicht selbst einloggen zu können) und dementsprechend wenig Rechte im System.

Die grundlegendsten Vorraussetzungen sind geschaffen, um nun mit der Software fortzufahren.

04) Software installieren und ersetzen

Installation der Software

Da wir nur ein Programm – nämlich efa2 – starten, brauchen wir keinen vollen LXDE-Desktop. Wir entfernen ihn und installieren dafür fluxbox als Fenstermanager. Außerdem installieren wir weitere, optionale Software, die der Systemadministration dienen. Die Software ist für den ARM-Prozessor des Raspberry Pi vorkompiliert, so dass die folgenden Befehle die fertige Software nur herunterlädt und direkt installiert.

Damit installieren wir:

  • aptitude, der von mir gegenüber apt-get favorisierte Paketmanager (optional)
  • vim, ein mächtiger – aber komplizierter – Editor (bevorzuge ich gegenüber nano/pico, auch optional)
  • htop, ein verbessertes top, auf ncurses2 basierend
  • openjdk-7-jre, die Java-Runtime – ohne die läuft efa2 nicht.
  • fluxbox, ein sehr leichtgewichtiger Fenstermanager, der für efa2 mehr als ausreicht
  • xterm, ein schwacher, aber passabler Ersatz für das LX-Terminal.
  • rungetty, ein minimales Konsolen-TTY, welcher alle Prozesse laufen lassen kann
Paketinstallation: Fluxbox, vim, htop
Paketinstallation: Fluxbox, vim, htop etc.

Entfernen nicht benötigter Software

Die ganzen anderen Desktop-, Session- und Fenstermanager können wir nun entfernen, da wir fluxbox nutzen wollen. Es sind eine ganze Menge Pakete, die mit diesem folgenden Befehl entfernt werden können. Tipp: Mit der <TAB>-Taste erhält man eine Wortvervollständigung (im Fachjargon: Bash-Completion).

Raspbian: Unnötige Pakete für efa2 entfernen
Raspbian: Unnötige Pakete für efa2 entfernen

Damit ist die Installation nun fast abgeschlossen.

05) efa2 installieren

efa-Grundsoftware

Nun soll efa2 lauffähig werden. Dafür wird es als efa-User installiert. Hintergrund ist, dass ein »Angreifer« (oder ein Schüler eines Schulruderkurses) keinen Zugriff auf das System erhalten soll. Daher verwenden wir dieses zuvor unprivilegiert angelegte Benutzerkonto. Das klappt mit folgenden Befehlen:

Damit efa2 auch automatisch gestartet wird, wenn der Benutzer angemeldet wird, werden nun einige weitere Dateien bearbeitet. An dieser stelle sollte man einmal mit  startx  das fluxbox starten, ein paar Einstellungen (etwa Style) vornehmen, und wieder beenden. Damit geht man sicher, dass der im folgenden benutze Ordner   ~/.fluxbox/  auch initialisiert wurde.

Grundkonfiguration des Users

 Hier wird sichergestellt, dass eine grafische Oberfläche bei der Anmeldung gestartet wird und beim Beenden dieser der Benutzer abgemeldet wird.

Datei ~/.fluxbox/startup

Irgendwo vor  exec fluxbox  folgendes einfügen und bitte nicht das »&« vergessen:

Außerdem bearbeitet man noch die Datei ~/.fluxbox/init :

Damit setzt man die Toolbar am Bildschirmrand auf unsichtbar. Das ist praktisch, da User so nicht auf andere Arbeitsflächen gelangen können oder sonstigen Schabernack treiben.

Für die Datenspeicherung von efa kann man nun noch ein Verzeichnis anlegen, ich habe es etwa gerne im Unterverzeichnis .efa2 (dort ist es versteckt):

Der letzte Schritt ist aber optional. Die Einstellungen können in jedes andere Verzeichnis gespeichert werden.

Autologin über inittab vorbereiten

Als nächstes bearbeiten wir die Datei  /etc/inittab  mit root-Rechten (Standard-User des Raspberry Pi, sudo). Etwa mit dem Befehl [user@rpi:~]$ sudo vim /etc/inittab .

Der Defaultrunlevel wird in Zeile 5 ausgetauscht:

Nun brauchen wir nicht so viele Konsolen, und auf der letzten soll der User  efa  sich automatisch anmelden. Durch die .bash_profile wird automatisch X11 gestartet, und durch die Fluxbox-Init automatisch efa. Ab Zeile ~54 sollte folgendes stehen:

Damit ist der autologin auf dem Raspberry Pi eingerichtet.

06) Fertig

Der Raspberry Pi als Rudercomputer ist nun soweit fertig. efa2 lässt sich nun wie gewohnt benutzen. Beim ersten Start erscheint dabei der Einrichtungsdialog von efa2. Natürlich sollte man danach noch den Vollbildmodus aktivieren, sowie das Beenden durch „normale“ User deaktivieren. Die fertige Anwendung sieht nun wie folgt aus:

efa: Bootshaus auf Raspberry Pi
efa: Bootshaus auf Raspberry Pi

07) Optionale Schritte

Alles im folgenden Abschnitt ist optional, also kein Muss. Es ist aber für ein Bootshaus durchaus praktisches dabei. Wichtig sind aber durchaus weitere Absicherungen – schließlich möchte man nicht, dass findige Schüler aus dem hiesigen Ruderkurs das System verändern.

Hintergrund setzen

Das Tool  feh  sollte noch installiert sein, da es standardmäßig bei Raspbian dabei ist und in diesem Tutorial nicht entfernt wurde. Damit sind alle Vorraussetzungen gegeben, einen Hintergrund zu benutzen. Grundsätzlich lassen sich auch andere Tools zum Setzen des Hintergrundbildes verwenden – der Einfachheit halber gehe ich in dieser Anleitung nicht auf andere Tools ein.

Wir bearbeiten die Datei  ~/.fluxbox/overlay[  und fügen folgende Zeilen hinzu:

 

… wobei natürlich der Pfad in der zweiten Zeile wieder angepasst werden muss. Das Bild ist natürlich nur während des Startvorgangs sichtbar und sieht etwa so aus:

efa auf Raspberry Pi mit Bootshaus-Hintergrund
efa auf Raspberry Pi mit Bootshaus-Hintergrund

Übrigens: Auf diesem Bild sieht man im Hintergrund unsere kleine Bootshalle vom Ruderclub Stadthagen (RCS). Das Blid ist eine HDR-Aufnahme und wirkt daher besonders »interessant«. Da der Raspberry Pi problemlos FullHD-Videos darstellen kann, sind an dieser Stelle hochauflösende Bilder ebenfalls kein Problem.

Anwendungsmenü anpassen

Wer das Beenden von efa erlaubt und die Anwendung in das Anwendungsmenü von Fluxbox aufnehmen möchte, kann das über das Anpassen der Datei  ~/.fluxbox/menu  erledigen:

Eine genaue Anleitung zum Aufbau dieser Einträge findet sich in der Fluxbox-Wiki unter dem Englischen Titel Editing the Menu. Die Einträge sind sehr einheitlich aufgebaut.

Tastaturkürzel anpassen

In Fluxbox existieren etliche Tastaturkürzel, die ein »Angreifer« bzw. ein Schüler aus dem Ruderkurs ausprobieren könnte. Diese können in der Datei   ~/.fluxbox/keys  angepasst bzw. deaktiviert werden. Es empfliehlt sich, hier entsprechende Tastaturbefehle für den »Notfall« zu hinterlassen – allerdings ist das auch wieder ein Risiko. Da mit Strg+Alt+F1 auf ein Terminal gewechselt werden kann, rate ich zur Deaktivierung der meisten Tastaturkürzel.

Auch für dieses Thema finden sich weitere Informationen in der Wiki, hier auch auf Detusch.

Schreibrechte enziehen

Falls es doch jemand schaffen sollte, ein Terminal mit dem efa-User zu ergattern, sollte er möglichst wenig anstellen können. Dazu bietet es sich an, die Fluxbox-Konfiguration nur lesbar zu setzen. Als User root führt man dazu etwa aus:

Außerdem bleibt es dem erfahrenen Linux-Benutzer überlassen, efa2 in ein seperates Verzeichnis innerhalb von /opt zu installieren und dort ebenfalls sämtliche Schreibrechte zu entziehen.

Raspberry Pi physisch absichern

Eine gute Idee ist es sicherlich, den Ein-Platinen-Computer gegen Witterungen oder physischen Zugriff zu schützen. Dazu sollte er in ein Gehäuse verbaut werden, und die SD-Karte, Tastatur bzw. andere Peripherie sollte nicht zu entfernen sein. Ein Beispiel dazu hat der Berliner Ruderclub mit einem vollwertigen PC.

Für den Raspberry Pi sind solche komplizierten Lösungen nicht notwendig. Es genügt ein kleines Gehäuse, welches irgendwo verschraubt wird. Bastelanleitungen finden sich dazu im Internet. Bei durchgehendem Betrieb sollte allerdings auf ausreichende Lüftung geachtet werden, da auch der Prozessor eines 800MHz-Chips im Betrieb warm wird!

08) Alternativen

Wer bereits über einen vollwertigen PC im Bootshaus verfügt, kann auf efaLive setzen. Nachteil ist hier der wesentlich höhere Stromverbrauch im Betrieb, sowie die höheren Anschaffungskosten. Allerdings kann der PC ausgeschaltet werden, ohne dass er seine Uhrzeit verliert. Eigentlich ist dieser Artikel und die Idee des Raspberry Pi als Machbarkeitsstudie gedacht – freie Software macht es möglich!

Nachtrag: Fotos aus dem Bootshaus

Freundlicherweise hat Simon vom Verein Rheinbrüder Karlsruhe e.V. mir Fotos seines Bootshaus-PCs auf Basis meiner Raspberry Pi-Anleitung zur Verfügung gestellt. Diese möchte ich allen Lesern natürlich nicht vorenthalten. Einen Dank geht hier an Simon, dass ich sie in diesem Artikel nutzen darf!

Weblinks

Published inHow TosSoftware vorgestellt

22 Comments

  1. Das ist eine ausführliche Anleitung, die es leicht macht, den Raspberry Pi im Bootshaus einzusetzen. Danke!
    Ein Problem ist sicherlich die Uhrzeit, die für das Fahrtenbuch notwendig ist. Entweder man holt sich diese online oder wartet, bis die angekündigte Erweiterung mit einer Echtzeituhr verfügbar ist.

    • Ben Ben

      Hi!
      Mit der Uhr hast du allerdings recht. Ich habe zwei Lösungen dafür in Petto:
      1.) Man gibt per sudo den Befehl für ein grafisches Uhrenwerkzeug frei und startet es bei der Anmeldung
      2.) Man bestellt sich hier ein RTC-Addon: CJE Micro: 4D RTC. Kostet allerdings £10.00 extra, womit der Preisvorteil des günstigen Pi dann bald verschwunden ist – sieht man vom Stromverbrauch und Formfaktor ab.

  2. Christian Christian

    Schönes Tutorial – allein die Line um den ganzen GUI-Kram zu entfernen ist einen Link hier her wert 😉

  3. Uli Uli

    Hallo,
    sehr shönes Tutorial. Für den nichtversierten Linuxanwender, wie ich einer bin, kommt der Frust aber dann, wenn man alles abgearbeitet hat und vor der Grundkonfiguration des Users steht. Genaugenommen ab: ~/.fluxbox/
    Wie komme ich denn überhaupt an die abzuarbeitenden Dateien ran? War mir nicht klar. Vorher alles perfekt nachbaubar, da DAU-Erklärungen, aber ab da war Ende. Schade, mir blieb dann nur noch abzuschalten, nach dem Neustart
    pi@raspberrry tilde $.
    Besteht die Möglichkeit von da an die noch zu bearbeiteten Dateien zu kommen?

    Gruß
    Uli

    • Benjamin Marwell Benjamin Marwell

      Hallo Uli,

      ich habe im efa2-Forum eine Antwort geschrieben, da die hier den Rahmen sprengen würde:
      http://forum.nmichael.de/viewtopic.php?p=2062#p2062

      Ich hoffe das hilft dir weiter, und ich bitte die späte Antwort zu entschuldigen. Kleinere Fragen versuche ich sofort und hier im Blog zu beantworten.

  4. Johannes Johannes

    Benjamin,

    Danke für das schöne Tutorial.

    Hier ein paar Anmerkungen, die mir beim Durcharbeiten aufgefallen sind:

    1. Statt
    session.screen0.toolbar.visible = false
    sollte es sein:
    session.screen0.toolbar.visible: false

    2. Statt
    bin/efa/efaBths.sh &
    sollte es sein
    ~/bin/efa/efaBths.sh &
    (macht es etwas klarer…)

    3. Nicht ganz klar – Ort und Nutzen – ist:
    mkdir .efa2

    4. “ soll der User efa2″
    -> “ soll der User efa“

    5. Erwähnt werden sollte, dass ab
    „Als nächstes bearbeiten wir die Datei /etc/inittab“
    wieder mit dem user pi gearbeitet werden muss (mit sudo).

    Viele Grüße aus Koblenz
    Johannes

    • Benjamin Marwell Benjamin Marwell

      Ist korrigiert, danke für das aufmerksame lesen!

  5. Johannes Johannes

    Benjamin,

    noch eine Frage: Hast Du eine Idee, wie man ein automatisches Backup realisieren kann? Eine Lösung mit crontab, und wahrscheinlich dem Sichern des ordners efa2?

    Ich denke das ist wichtig – ich hatte schon ein paar Mal den Effekt, dass durch einfaches Ausschalten ohne Herunterfahren die SD-Karte des RP später nicht mehr booten wollte.

    Gruß
    Johannes

    • Benjamin Marwell Benjamin Marwell

      Das Boot-Probleme kenne ich so eigentlich nicht, und das sollte auch nicht passieren. Vielleicht hast du eine ältere Firmware? Versuch die doch mal zu aktualisieren (sudo rpi-update).

      Die Crontab (oder anacron) würde ich auf jeden Fall nutzen. Nur wie, ist die Frage. Backup-Strategien gibt es viele. Für Back in Time habe ich eine Anleitung parat (http://blog.bmarwell.de/backup-mit-back-in-time/), aber nur für die GUI-Version. Für einen efa-Pi würde ich vielleicht stattdessen mit dirvish arbeiten – ein guter Artikel ist (mal wieder) in der Ubuntuusers-Wiki zu finden: http://wiki.ubuntuusers.de/dirvish. Das liefert auch gleich einen täglichen Cronjob für 22:04 Uhr mit.

      HTH,
      Ben

    • Felix Felix

      In der aktellen Version 2.1 gibt es die Möglichkeit, regelmäßige Aufgaben, wie Backups, in der efa GUI zu definieren (‚Wiederkehrende Aufgaben‘). Es können alle Kommandos von efaCLI verwendet werden (http://efa.nmichael.de/dokuwiki/doku.php?id=access_cli)

      Für ein vollständiges Backup im konfigurierten Verzeichnis lautet der anzugebende Befehl dann:
      backup create all

      Viele Grüße, Felix

  6. Felix Felix

    Hi Benjamin,
    vielen Dank für das Tutorial. Die EFA läuft bei uns nun schon einige Monate im Bootshaus auf dem Raspberry Pi. Ich habe mich allerdings schon länger über die lahme Geschwindigkeit geärgert. So dauert es mehr als eine Sekunde bis der Dialog „Fahrt beginnen“ geöffnet wird.

    Einiges an Beschleunigung hat nun der Wechsel zu Oracle Java gebracht. Ganz praktisch ist, dass es im Repository zu finden ist und mit folgendem Befehl ist es schnell installiert:
    sudo apt-get install oracle-java7-jdk (siehe: http://www.raspberrypi.org/archives/4920)

    Falls man ein anderes Java JDK schon installiert hat, kann man mit folgendem Befehl einen Dialog aufrufen, um zwischen den Varianten umzuschalten:
    sudo update-alternatives –config java

    Als proprietäre Software mag Oracle Java für einige nicht in Frage kommen, aber aktuell ist sie für den Raspberry Pi die schnellere Alternative zu OpenJDK.

    Viele Grüße, Felix

  7. Peter Peter

    Hallo

    Erstmal danke für die detaillierte Anleitung. Bis zum Schritt (05 funktionierte bei mir auch alles problemlos. Verwendet wurde die Noobs Software, unter der das aktuellste Raspbian installiert wurde. Wenn ich dann mit „su efa“  den Benutzer wechseln möchte werde ich nach einem Passwort gefragt,  obwohl das doch für den User efa gar nicht gesetzt wurde. Wenn ich dann ein Passwort eingebe sagt er das die Authentifizierung nicht erfolgen könnte. Wo liegt mein Fehler? Gibt es eine Möglichkeit das Passwort für den User „efa“ nachträglich zu entfernen oder zu ändern (zum Beispiel als root), sodass ein einloggen unter dem User „efa“  ermöglicht wird?

    Vielen Dank für die Hilfe

    Peter

     

     

     

    • Benjamin Marwell Benjamin Marwell

      Hallo Peter,

      den technischen Benutzer habe ich bewusst ohne Passwort angelegt, so dass er sich nicht direkt einloggen kann – wofür auch?

      Bevor du mit „su efa“ (besser: „su – efa“!) wechseln kannst, solltest du mit „sudo -s“ root werden. Oder du führst direkt „sudo su efa“ aus, wie in Schritt fünf korrekt beschrieben. Dann wirst du nämlich nach DEINEM Passwort gefragt, nicht nach dem Passwort von efa. Zugegeben, dass habe ich so dort nicht erwähnt.

      Das Minus ist wichtig, da sonst die Umgebungsvariablen deines Benutzers weiterverwendet werden. Durch das vorangestellte sudo wird der Benutzerwechsel nicht als dein User, sondern als root ausgeführt.

      Da sich wie beschrieben root und efa nicht direkt selbst einloggen können, ist damit das System besser gegen Angriffe geschützt. Natürlich kannst du wie in Schritt zwei trotzdem für den Benutzer efa ein Passwort festlegen: „sudo passwd efa“.

      Ich rate aber davon ab, da es nicht notwendig ist und nur unnötig Türen und Tore öffnet.

      Gruß,
      Benjamin

  8. Damian Damian

    Tolle Anleitung, danke erst mal dafür.

    Aber ich habe noch zwei drei kleine Probleme….

    1. Fluxbox startet nicht mit dem user EFA im autologin obwohl ich die inittab entsprechend editiert habe
    7:5:respawn:/sbin/rungetty –autologin efa tty7
    Und das default runlevel 5 ist…

    2. efa startet nicht automatisch obwohl ich die Datei ~/.fluxbox/startup
    entsprechend editiert habe
    exec fluxbox
    /bin/efa/efaBths.sh &

    Was mir aufgefallen ist, ist das die datei startup nicht vorhanden war und ich diese erstellt habe.

    Wenn ich Fluxbox als user efa starte, mit startx, und danach efa dann geht es…..

  9. Ben du hast leider (wahrscheinlich versehentlich) etwas herausgenommenen.

    Schritt 5 bei „Grundkonfiguration des Users“

    Um Efa automatisch zu starten (sich automatisch als efa Nutzer anzumelden) die folgenden Zeilen als User „pi“ (oder ein anderen User mit root-Rechten) eingeben:

     

    mit „i“ in den Bearbeitungsmodus und eingeben:

     

    mit „Esc“ in den Administrationsmodus wechsel
    mit „:x“ speichern

  10. Alex Alex

    Hi

    Hab ein paar Probleme mit

    1. der Grundkonfiguration: ich habe die grundinstallation befolgt meine efa installation ist jetzt unter /opt/efa/bin/efa/efaBths.sh und wenn ich das mit fluxbox ausführen will, kommt eine Fehlermeldung.

    2. mit dem autologin : ich kann nichts verändern wenn ich das mit „su vim“inittab mache.

    3. Wenn ich manuel efa starte kommt eine Fehlermeldung, dass ich keine admin rechte habe, ich soll auf das Forum usw.

    Grüsse

    Alex

    • Benjamin Marwell Benjamin Marwell

      Hi Alex!

      zu 1.) „kommt eine Fehlermeldung“ – welche denn?

      zu 2.) Ich denke, du kennst die Steuerung des Editors vim einfach nicht. Diese Anleitung ist nicht für Linux-Anfänger geschrieben. Versuche es aber einfach mal mit „sudo nano /etc/inittab“. Nano ist ein einfacherer Editor. Pico („pico“) ein weiterer.

      zu 3.) „ich soll auf das Forum“? Verstehe ich nicht. Ist das eine Meldung von efa? Außerdem, wie startest du es manuell ohne grafische Oberfläche?

      Gruß,
      Benjamin

  11. Alex Alex

    Hi Ben
    Ich habe mehrere Probleme mit der installation. Wie kann ich Wifi mit dem Pi benützen, oder wie kann ich meinen USB stick erkennen lassen, was es nicht tut.
    Ich habe das mit dem Wifi sch mit dem wpa_supplicant versucht, aber es funktioniert nicht. Gibt es kein GUI mehr fürs Wlan ( Ich kenn mich mit Fluxbox nicht so aus)?

    Der Usb stick zu mounten habe ich auch scho versucht, aber er wird nicht angezeigt im media Ordner…

    Freundliche Grüsse
    Alex

    • Benjamin Marwell Benjamin Marwell

      Hallo Alex nochmal.

      Wifi:
      1.) Zunächst kannst du den Stick nicht direkt in den Pi stecken, da dieser zu wenig Strom abgibt. Versuche es über einen aktiven USB-Hub.
      2.) Prüfe, ob dein Chip kompatibel ist. Eine Liste, die in Großteilen auch für den RPi gilt, findest du hier: http://wiki.ubuntuusers.de/wlan/chips%C3%A4tze.
      3.) Einen Wifi-Stick kann man nicht mounten.

      Da es sich eher um Linux-Grundlagenfragen handelt, kann ich leider nicht tiefer drauf eingehen. Ich denke, im Raspberry Pi-Forum kann dir sicher jemand helfen – aber vielleicht helfen Dir die oben genannten Punkte ja auch weiter.

      Grüße,
      Ben

      • Alex Alex

        Hi Ben

        Ich habe einen kompatiblen Wifi stick. Wenn ich den Treiber installieren will, sagtz mir das System, dass er schon installiert ist. Ohne Fluxbox funktioniert er ohne Probleme, aber im Fluxbox kann ich kein „GUI“ aufrufen, um den Stick mit einem Wifi zu verbinden.. Könntest du mir das vielleicht kurz erklären?

        Freundliuche Grüsse

        Alex

  12. Markus Markus

    Hallo Ben,

    ich bin grad dabei efa auf einem Raspi 3 (via Noobs) zu installieren.
    Im Linux bin ich grad aufstrebend, aber immer noch mehr DAU als Fortgeschrittener.
    Die /etc/inittab gab es nicht und diese ist anscheinend nicht mehr existent lt. diesem Blogeintrag:
    https://www.raspberrypi.org/forums/viewtopic.php?f=66&t=123081
    Statt dessen wird systemd eingesetzt.
    Hast Du Dich evtl. schon mit der Umsetzung unter Debian Jessie befasst? Oder sollte man erst mit dem sysvinit-core Paket versuchen?

    Danke und viele Grüße
    Markus

    • Ben M. Ben M.

      Hallo,

      leider habe ich mich damit noch nicht befasst. Diesen Artikel werde ich auch leider aus Zeitgründen so schnell nicht aktualisieren. Prinzipiell muss man aber nur den Default-Login-Manager in Systemd deaktivieren und einen eigenen X-Server starten. Vielleicht fragst du mal bei ubuntuusers.de — die können Dir sicher helfen.

      Sorry, aber trotzdem viel Erfolg!
      Benjamin

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