Blog-Stöckchen: Darum mag ich: Foobar!

Musescore-Logo © musescore.orgChristoph (Linux und ich) hat ein Blog-Stöckchen gestartet. Dabei geht es um das Thema »Darum mag ich: Foobar!« in der Welt des Linux-Desktops, wobei Foobar ein Platzhalter ist. Sein ursprünglicher Beitrag handelt über den Videoplayer Totem. Da dieses hier mein ersten Blog-Stöckchen ist, möchte ich noch auf die Definition von Stefan Waidele verweisen.

 

Wahl des Programmes

Es wird ein Programm gesucht, welches man von seinem Desktop nicht mehr wegdenken möchte. Außerdem sollte man eine Funktion besonders hervorheben können. Ich vermute mal, dass mit dieser Aktion auch so eine kleine »Perle« an Open Source-Software gefunden werden könnte. Spontan fiel mir der Editor VIM ein, der allerdings schon beschrieben wurde. In den Sinn kam mir – als Musiker – noch ein ganz anderes Stück Software, welches sicher nicht sehr viele verwenden, mir daher aber umso erwähnenswerter erschien.

Darum mag ich: MuseScore!

MuseScore ist ein grafisches Notensatzprogramm. Mit ihm lassen sich also Noten in den Computer und später auf Papier bringen. Es nutzt dabei Midi zur Musikausgabe, so das man sich die eingegebenen Noten am PC anhören kann. Dieses Tool ist aus meiner Sicht das einzige, welches mit einem teuren Programm wie Sibelius, Capella, Finale, Score Perfect oder ähnlichem vergleichbar ist und unter Linux (und Windows) läuft.

MuseScore-Hauptfenster mit Partitiur
MuseScore-Hauptfenster unter Gentoo/KDE

 

Besondere Funktion: Interoperabilität

Als besonders erwähnenswert ist die vorbildliche Interoperabilität hervorzuheben. MuseScore ex- und importiert als eines der wenigen Programme das MusicXML-Format, speichert in diversen Grafik- und Musikformaten und nutzt selbst das offene Format “MuseScore XML”, welches komprimiert abgelegt wird. Als konkrete Exportformate stehen unter anderem Adobe PDF, PNG-Bilder, Ogg Vorbis Audio, FLAC und PCM-Wave zur Verfügung. Andere Notationsprogramme können dieses nicht oder nicht gut von Haus aus. Dabei handelt es sich gerade bei der Verwendung von Dateiformaten um ein wichtiges Funktionsmerkmal einer Software – schließlich möchte man bei einer Migration zu einem anderen Hersteller nicht seine Musik neu eingeben müssen!

Musescore-Dialog: Exportieren (Speichern unter)
Musescore-Dialog: Exportieren (Speichern unter)

Die Funktion ist einfach zu erreichen – man wählt einfach im Dialog »Speichern unter« das entsprechende Dateiformat aus. Das war es schon! Ohne MuseScore wäre ich nicht so langfristig und erfolgreich zu einem Linux gekommen, da es sich um eine sehr spezielle Software handelt. Umso glücklicher bin ich, MuseScore entdeckt zu haben und möchte es wärmstens weiterempfehlen!

Fang das Stöckchen!

Ich werfe weiter an:

 

Über Benjamin Marwell

Hallo, mein Name ist Benjamin und ich bin Wirtschaftsinformatiker. In meiner Freizeit bin ich Musiker, Ruderer und enthusiastischer Android- und Linux-Nutzer. Meine Interessen liegen daher vor allem im Bereich Open Source-Software, aber auch im Bereich Webentwicklung.

6 Kommentare zu “Blog-Stöckchen: Darum mag ich: Foobar!

  1. Hallo Ben, danke dass du mitgemacht hast! MuseScore kannte ich noch gar nicht, allerdings ist mein musikalisches Können trotz aller Mühen meiner Mutter während meiner Kindheit nicht wirklich groß ;)

    Grüße
    Christoph

  2. Meine Frau wird auf der Wiener Musikuni immer wieder dazu genötigt, Finale oder Sibelius zu benutzen. Sie erweist sich in dieser Hinsicht standhaft und verwendet weiter MuseScore. Dieses Tool braucht sich vor den kommerziellen Alternativen wirklich nicht zu verstecken. Danke!

    • Hallo Hansi. Das finde ich sehr löblich von deiner Frau – allerdings darf man nicht vergessen, dass gerade Branchenprimus Sibelius Funktionen bietet, die kein anderes Tool hat. Etwa das flexible Einspielen via Midi-Keyboard oder das notieren eines Generalbasses (welcher im Studium sicher noch gebraucht wird). Kann man mit diesen Abstrichen leben, hat man mit MuseScore sicherlich eine sehr gute Alternative – und einige der »fehlenden« Funktionen befinden sich ja bereits auf der Wishlist bzw. Roadmap für zukünftige Versionen.

      Insgesamt kann ich nur zustimmen: MuseScore bietet wirklich genug Möglichkeiten, die zumindest über das Repertoire an Funktionen hinausgeht, die der »Durchschnittsmusiker« nutzt und es daher zu einer brauchbaren Alternative machen.

  3. Aus meiner Sicht ist es für viele, die nicht gerade als Profi im Musikgeschäft unterwegs sind, völlig ausreichend. Und für alle, die sich mal versuchen wollen, sowieso!

  4. Pingback: Blog-Stöckchen: Darum mag ich Foobar! | Linux und Ich

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