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Sichere E-Mail-Adressen für Facebook

Briefumschläge (Nachrichten)Wer Nutzer von sozialen Netzen, Blogging-Diensten und anderen Services im Internet ist, kennt es: Überall sollte er ein anderes Passwort nutzen, und möglichst auch verschiedene E-Mailadressen.

So kompliziert muss es gar nicht sein – vorrausgesetzt man nutzt GMail (ehemals Google Mail). GMail erlaubt es nämlich, seine E-Mail-Adressen auf ganz geschickte Art und Weise zu verändern – ohne, dass sie ungültig würden.

Veränderliche E-Mailadressen bei Googles GMail

Punkte sind irrelevant. Punkt.

Die Punkte in E-Mailadressen bei GMail werden ignoriert. Stellt euch vor, ihr besitzt alberteinstein@gmail.com. Folgende Adressen sind ebenfalls gültig:

  • albert.einstein@gmail.com
  • albert.ein.stein@gmail.com
  • al.bert.ein.stein@gmail.com
  • usw…

Dieses ist die erste Eigenschaft, die wir uns zu Nutze machen werden.

Beliebige Endungen mit +suffix

Ihr könnt an eure E-Mailadressen beliebige Endungen (lat.: Suffiixe) anhängen – solange diese durch ein Plus-Zeichen (»+«) getrennt werden. Zu alberteinstein@gmail.com kommen auch folgende E-Mails ins Postfach:

  • alberteinstein+beispiel@gmail.com
  • alberteinstein+facebook@gmail.com
  • alberteinstein+youtube@gmail.com
  • albert.einstein+blog@gmail.com

Das Prinzip hat etwas wie von Diensten wie Trashmail, »Sofort Mail«, »DontSendMeSpam« und anderen Wegwerf-E-Mail-Diensten. Die Adressen existieren, sobald eine E-Mail an diese eingeht – es ist keine weitere Einrichtung notwendig! Der nächste Vorteil: Es ist unwahrscheinlich, dass gmail.com als Domainname geblockt wird, während trashmail.net & Co. sicherlich in jedem kleinen Forum verboten sein dürften.

Eigene GMail-Adressen für jeden Dienst

Wer hat es noch nicht gepredigt bekommen: Jeder Dienst sollte sein eigenes Passwort haben! Aber zusätzlich ist es auch möglich, für jeden Dienst eine E-Mailadresse zu definieren. Damit man sich nicht so viel merken muss, kann man diese ja kategorisieren:

  • Für alle eigenen Blogs, Kommentare in anderen Blogs etc.:
    albert.einstein+blog@gmail.com
  • Für alle sozialen Netzwerke wie etwa Facebook, StudiVZ, MySpace, Xing etc.:
    albert.ein.stein+netzwerk@gmail.com
  • Für alle Bestell-Seiten im Internet, wie etwa Amazon, eBay, reichelt, etc.:
    albert.einstein+shopping@gmail.com
  • Für Video-Dienste nehmt ihr eine +Video-Adresse, also etwa für Vimeo, myvideo, clipfish etc.:
    albert.einstein+video@gmail.com
  • Für potentielle Spam-Dienste:
    albert.ein.stein+spam@gmail.com
  • usw…

Eurer Ideen-Freiheit sind hier keine Grenzen gesetzt. Je eher ihr dieses Schema durchzieht, desto sicherer werden eure Accounts: Die Angreifer müssen nicht nur euer Passwort erraten, sondern auch das richtige Suffix zu eurer E-Mailadresse!

Filtern leicht gemacht

GMail erlaubt es auch, an Hand des Empfängers zu filtern. Ich könnt von nun an E-Mails an albert.einstein+shopping@gmail.com automatisch mit dem Schlagwort (Label) »Shopping« in GMail versehen – kein Problem! Eure Filterregeln werden also viel übersichtlicher – ihr braucht nicht mehr 10 Absender im Filter zu verwalten (etwa:  from: @amazon.com OR @ebay.com OR @reichelt.de OR @conrad.de OR @buch.de  etc.).

Trotzdem sichere Passwörter

Natürlich solltet ihr trotzdem für jeden Dienst unterschiedliche Passwörter wählen. Nur über die E-Mailadresse erhaltet ihr keine Sicherheit – es ist eher ein kleines Plus. Mehr nicht.

Wie ihr für jeden Dienst im Internet ein eigenes Passwort erstellt, ohne euch extrem schwere und abstrakte Zeichenkolonnen merken zu müssen, habe ich bereits 2009 beschrieben. Im Endeffekt merkt ihr euch ein »Masterpasswort« mit acht bis zehn Stellen und fügt den Dienstnamen vorne oder hinten an.

Fazit

Google ermöglicht es in GMail, mit einem Konto viele dynamische Adressen zu verwalten. Damit unterbindet Google recht einfach Identitätsdiebstahl (etwa berndschmidt@gmx.de contra bernd.schmidt@gmx.de mit verschiedenen Empfängern), während bei Google solche Adressen zusammengefasst werden.

Außerdem ermöglichen Punkte und +-Suffixe schnelles und einfaches Filtern, etwa von Spam. Mir fällt kein anderer FreeMail-Anbieter ein, der das bietet. Ich lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren – wer etwas weiß, nur her damit!

Diese Funktion ist so praktisch, dass ich sie nicht mehr missen möchte. Ein Grund, warum ich GMX für überholt halte. Zusammen mit den anderen Gründen, die ich im verlinkten Artikel genannt habe, sehe ich keine Vorteile mehr in GMX. Auch das Thema »Datenkrake Google« möchte ich so langsam nicht mehr zählen lassen. Klar, man gibt Google seine Daten Preis. Aber tut man das nicht auch vor GMX? Und Bei Google kann man wenigstens nachlesen, was mit den Daten geschieht. GMX schweigt sich darüber aus und verlangt daneben noch freche Selbstauskünfte wie etwa das monatliche Haushaltseinkommen.

Weiterführende Links

Published inBasiswissenHow Tos

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