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SEO: Backlinks und Ping

Lupe: SuchmaschinenWer seinen Blog etwas bekannter machen möchte (welches noch nicht direkt zu einer Erhöhung des Pageranks führt[!]), sollte sein Blog sowie die dort erscheinenden Posts in eine Blogsuchmaschine eintragen. Technorati nimmt leider keine nicht-englischsprachigen Blogs mehr auf. Man muss sich also nach Alternativen umsehen. Ein Abriss.

 

 

Blogsuchmaschinen

Ergebnissortierung und Relevanz

Blogsuchmaschinen durchforsten Blogs nach Keywords der Suche und gewichten die Ergebnisliste nach Relevanz. Die Relevanz wird ermittelt aus der „Passgenauigkeit“ der Suchbegriffe, wobei Keywordspamming abzüge gibt. Ebenfalls berücksichtigt wird die Anzahl der Backlinks, also wieviele eingehende Links das Blog bzw. das Blogpost hat. Relevant sind auch Twitter-Ergebnisse und zu einem gewissen Teil das Like von Facebook.

Pingbacks

Damit die Blogsuchmaschine auf den neuen Artikel aufmerksam wird, gibt es zwei wirklich einfache Möglichkeiten (neben dem manuellen Eintragen, welches heute kaum noch verwendet wird). Das sind RSS-Feeds und Pingbacks. Prinzipiell gibt es auch so genannte Trackbacks – diese arbeiten aber ohne Verifizierung und werden daher kaum noch genutzt.

Die Adresse des RSS-Feeds eures Blogs lautet (falls ihr WordPress nutzt) http://example.invalid/feed/ . Dieses könnt ihr bei Diensten wie etwa den Google Webmaster Tools hinterlegen, nebst der bekannten Sitemap.

Pingbacks sind Benachrichtigungen an Extern. Im Gegensatz zum Feed werden die Blogs nicht „gepollt“, also befragt. Hier schickt man dem Server bei einem neuen Eintrag ein sogenanntes Pingback. So weiß dieser sofort über den neuen Eintrag Bescheid. Beim RSS-Feed müsste man sonst auf das nächste Aktualisierungsintervall warten – welches schonmal eine Stunde in Anspruch nehmen kann.

Um diese in WordPress einzutragen, nutzt man entweder die eingebaute Funktion unter Einstellungen -> Schreiben -> Pingback oder das WordPress-Plugin PPinger, welches zusätzlich zu den statischen zwei weitere zufällig ausgewählte Blogsuchmaschinen benachrichtigt.

SEO-Bewertungstools

Pingbacks selbst bringen keinen Pagerank. Damit erreicht man allerhöchstens eine Grundbekanntheit, obgleich diese natürlich auch sehr wichtig ist. Viel wichtiger ist jedoch die Bekanntheit durch Backlinks zu steigern – und damit dann das Suchmaschinen-Rating. Es kann hier also höchstens von einem Fundament oder Grundbaustein gesprochen werden.

Pagerank und Seitenanalyse

Sucht man bei Google nach PR-Tools (steht für Pagerank-Tools, Google generelle Seitenbewertung), so findet man viele einfach Abfragetools für den Pagerank – mehr können die meisten aber nicht. Etwas besser finde ich die Seite Seitwert.de, welche zusätzlich noch Alexa und Yahoo abfragt, sowie grundsätzliche Tipps für Optimierungen gibt. Wesentlich wichtiger als die technischen Details sind aber qualitativ hochwertige Inhalte und ein hoher Bekanntheitsgrad. Alles in allem ermöglicht Seitwert.de einen guten Überblick und gibt daher Aufschluss über Möglichkeiten, das Ranking seines Blogs zu verbessern.

Seitwert.de: Analyse blog.schatenseite.de
Seitwert.de: Analyse blog.schatenseite.de

Man sollte aber nicht alles auf die Goldwaage legen. Zum Beispiel gibt Seitwert.de aus, bei blog.fefe.de gäbe es nur sehr wenig Inhalt. Das ist so natürlich nicht korrekt.

 

Icerocket.com

Alternativ bietet sich auch die Suche über Icerocket.com an, einer der etwas besseren Suchmaschinen. Man gibt dort  link:blog.example.invalid  ein, um seine Backlinks sehen zu können. Wie so ein Ergebnis aussieht habe ich einmal am Beispiel von Fefe optisch festgehalten:

Icerocket: Links zu blog.fefe.de
Icerocket: Links zu blog.fefe.de

Wikio

Außerdem sollte Wikio.de nicht unerwähnt bleiben. Es ist in etwa das „deutsche Pendant zu Technorati“, einer ehemals sehr beliebten Blog-Suchmaschine. Inzwischen ist Technorati nur noch für englischsprachige Blogs nutzbar, so dass ich es hier gar nicht erst vorstelle.

Um Informationen zu seinem Blog zu finden, klickt man über dem Login-Panel auf Blog-Ranking und gibt dann auf der Seite in der Zeile mit dem Stichwort Ranking (nicht dem großen Suchfeld!) seine Blog-URL ein. Es erscheinen alle relevanten Treffer. Man wählt hier einen Blog aus – im Idealfall identifiziert man seinen eigenen – und klickt auf der Blogdetailseite auf „Statistiken“. Bei meinem Blog sieht die Gesamtstatistik übrigens so aus:

Wikio-Ranking: blog.bmarwell.de
Wikio-Ranking: blog.bmarwell.de

Woher der Knick kommt? Möglicherweise eine Modifikation des Such-Algorithmus oder mein Serverumzug, womit die Nutzung meines Pingbacks einsetzte.

Fazit

Mit den richtigen Internetseiten kriegt man schon eine Menge an Informationen, wie bekannt und relevant aus Sicht der Suchmaschinen sein Blog ist. Neben wichtigen Hinweisen auf technische Mängel spielen soziale Vernetzung und Anzahl der Leser eine immer wichtigere Rolle. Soziale Vernetzung wird dabei hauptsächlich über Bookmark-Dienste, Facebook und Twitter definiert. Daneben sind Backlinks aus der Blogoshpähre immer noch das A und O. Und all dieses erreicht man nur durch qualitativ hochwertige Inhalte.

Wer diese Hinweise beachtet, kommt auch ohne großes Kapital sehr weit. Die Beauftragung von Firmen ist in den meisten Fällen weder ihr Geld wert, noch zweckmäßig. Bekanntheit erreicht man nur über Dritte.

Published inBasiswissen

2 Comments

  1. Hallo,
    danke für die Infos, ein paar davon werde ich mir gleich anschauen und für mein Blog prüfen.

    Ein Hinweis zu Technorati: Das habe ich gar nicht mitbekommen, dass nur noch englischsprachige Seiten genommen werden. Dabei habe ich gerade gestern mein Blog bei Technorati neu geclaimt, allerdings mit englischer Beschreibung. Vielleicht ist das ja der Grund, warum viele deutsche Blogs da rausgefallen sind!?

    PS: Du nutzt GnuPG/PGP?! Super, willkommen im Club. 🙂

    • Ben Ben

      Hi! Ja, das mit Technorati ist mir gleich aufgefallen, als ich mein Blog mal etwas bekannter machen wollte. Glücklicherweise hat sich mit Wikio ja eine gute Alternative etabliert. Technorati scannt übrigens nicht nur die Beschreibung, sondern auch den Bloginhalt. Daher ist eine Ablehnung wahrscheinlich. 🙁

      Es gibt noch viel mehr Seiten im Netz, die nützliche Tipps geben, was besser zu machen wäre. Vielleicht stelle ich noch ein paar vor, aber die genannten sind einfach optisch gut aufbereitet und inhaltlich schon halbwegs brauchbar.

      GPG brauche ich alleine schon, um mit meinem Hoster zu kommunizieren. Ist quasi die digitale Unterschrift. 😉 (Rechts am Rand zu finden). Nutze es bereits seit etlichen Jahren sehr sporadisch, und war auch »erst« auf zwei Signing-Parties. Wenn man aber den ganzen Nutzen – etwa Debian-Paketierung – ausschöpfen will, tun sich einem echt neue Welten auf! 😉

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