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Musikalische Stimmungen im Vergleich

Wunderbararweise nimmt einem die EDV viel Arbeit ab, vor allem wenn es um musikalische Aufnahmen geht. Möchte ein Pianist verschiedene Stimmungen vergleichen, so kann er dieses ohne Umstimmen seines Instrumentes online tun.

Kurzer Ausflug in die Musiklehre: Setzt man viele Terzen (so nennt man üblicherweise rein klingende Abstände [Intervalle] in der Musik) übereinander, so könnte man erwarten, dass man irgendwann wieder zum Grundton gelangt. Nach 12 Terzen stellt man jedoch fest, dass man um einen geringen Betrag (etwa 23 Cent) daneben liegt: His statt C. Das hatte in früheren Zeiten die Auswirkung, dass nur eine Tonart auf dem Klavier wirklich rein klang: C-Dur.

Heutzutage verwendet man einen gleichen Abstand zwischen allen Tönen, wodurch die Terz – wie auch alle anderen Intervalle – leicht unrein klingt. Dieses ist das Opfer, um alle Tonarten gleichermaßen spielen  zu können. Diese Stimmung nennt sich gleichstufige Stimmung.

Es gibt jedoch viel mehr Möglichkeiten, ein Instrument zu stimmen. Dazu gehören wohltemperierte Stimmungen, bei denen versucht wurde, zumindest in den beliebtesten Tonarten möglichst viele reine Intervalle beizubehalten.

Alle diese Stimmungen sind mit Hörbeispielen auf folgender Seite dargestellt:

Auf den weiteren Seiten ist die Theorie hinter den Stimmungen erklärt; Es handelt sich tatsächlich um sehr viel physikalische Theorie.

Das von Bach komponierte „wohltemperierte Clavier“ klingt eindrucksvoll schief in einigen Stimmungen. Sich die Unterschiede der Stimmungen anzuhören ist absolut eine Erfahrung wert!

Viel Spaß beim Reinhören! 🙂

Published inInformation TechnologyMusik

Ein Kommentar

  1. Eigentlich genügt es, sich folgende Stimmungen (mp3-Format) anzuhören:
    * reine Stimmung
    * Kirnberger Stimmung III (kurz: Kirnberger 3)
    * gleichstufige Stimmung (heutige, moderne Stimmung)

    Die MP3s kann man sich auch downloaden, um sie öfters nacheinander anzuhören. Hmm, lieber wär mir ja OGG Vorbis gewesen 😛
    http://playogg.org/

    Grüße,
    Ben

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