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Freetz – Einstellungen für dnsmasq

Baut man Freetz nach der im vorigen Artikel genannten Konfiguration, so hat man dnsmasq an Bord. Wofür der gut ist, und wie man diesen konfiguriert, soll dieser Artikel in aller Kürze darstellen.

Dnsmasq ist ein leichtgewichtiger DNS- (Domain Name System) und DHCP-Server. Mit ihm kann man endlich eine feste Zuordnung zwischen Mac-Adresse (die Identifikationsnummer der Netzwerkkarte) und einer IP-Adresse (die „Adresse“ des Rechners) vornehmen. Außerdem kann man den DNS im Internet – quasi das „Telefonbuch“ – selbst festlegen.

Die Konfigurationsoberfläche

Als erstes öffnet man seine Konfigurationsoberfläche unter http://fritz.box:81/. Das Standardpasswort lauetet „freetz“, der Name des admin-Benutzers steht in der Eingabeaufforderung.

Freetz Konfiguration - Hauptseite
Freetz Konfiguration – Hauptseite

Unter Dienste kann man die einzelnen Dienste „nur“ starten und stoppen, bzw. auch neustarten.

Das Menü Einstellungen enthält durch den Mod neu hinzugekommene Funktionen.

Das dritte Menü (bzw. der vierte Eintrag) heißt Pakete enthält erweiterte Funktionen. Da bereits ein DHCP-Server auf der Fritz!Box war, handelt es sich also um eine Erweiterung. Ein Blick in das Menü offenbart: Hier gibt es einen Unterpunkt Dnsmasq. Treffer.

Die Einstellungen im Überblick

Starttyp

Soll Dnsmasq beim Start der Fritzbox aktiviert werden? Normalerweise möchte man das. Daher lassen wir den Eintrag auf „automatisch“.

DNS Server

[Update] Oh man! Das S in DNS steht doch schon für Server! Ausgeschrieben heißt dieser Abschnitt also „Domain Name Server Server“. Sei es drum. DNS steht für „Domain Name System“. (Danke an Zaphod!) [/Update] Hier wird es interessant. Port und Domain können bleiben. Interessant sind die Optionen. Hier könnte man z.B. eingeben:

Was das ganze bringt, erklärt der Chaos Computer Club (CCC). Wichtig ist hierbei, dass man keine Gesetze misachtet oder sonstigen Blödsinn baut. Ich übernehme keine Gewährleistung, Haftung oder Verantwortung für nicht funktionierende Konfigurationen oder Inhalte der verlinkten Seite.

DHCP-Server

Ebenfalls ein interessanter Punkt. Hier kann man bestimmen, in welchem Adressbereich der DHCP die IPs vergibt. Der Aufbau ist wie folgt:

Die Adresse wird wie gewohnt als IP angegeben. Ein Beispieleintrag wäre also 192.168.178.20,192.168.178.30,infinite oder auch 192.168.220.225,192.168.221.225,1d. Ganz nach Wunsch. Im ersten Fall stehen 10 IPs zur Verfügung, im zweiten 255 (glaub ich). Beim ersten wird die Zuordnung von IP-zu-Mac nie verworfen, beim zweiten bereits nach einem Tag. Eine dauerhafte Reservierung einer IP für bestimmte Computer (genauer: Netzwerkkarten) lässt sich über den Klick auf Hosts erreichen.

DHCP-Boot, TFTP

Möchte man eine Netzwerkinstallation eines Linux machen, so wären diese Einstellungen interessant. TFTP steht hierbei für trivial file transfer protocol. Da es sich hier um eine seltene, spezielle Anwendung handelt (es sei denn, man hat Server – für die würde man aber keine Fritz!Box nutzen), lasse ich diese Optionen unerklärt.

Hosts

Die unter „DHCP-Server“ angesprochene feste Zuordnung von IP-zu-Mac lässt sich hinter diesem Link einstellen. Man kann es auch unter Einstellungen – Hosts erreichen. Die Zuordnung ist trivial. Man muss lediglich drei, aber besser vier Einträge vorgeben. Ein Kommentar ist optional auch möglich. Eine Beispielkonfiguration ist auf folgendem Bild zu erkennen.

Freetz - Hostkonfiguration - IP-Mac
Freetz – Hostkonfiguration – IP-Mac

Der Aufbau ist immer der selbe: IP, MAC, Interface, ClientName, jeweils durch Leerzeichen getrennt. Im Falle der Fritz!Box 7050 kann man das Interface auf lan belassen. Bei anderen Modellen muss man das entsprechende andere Interface einsetzen. Die einzusetzende Mac-Adresse kriegt man übrigens durch den Befehl ifconfig eth0 heraus. Der Eintrag hinter hwaddress stellt dann die Mac-Adresse dar.

Jetzt noch im Menü Dienste den Dienst Dnsmasq neustarten und gucken ob es klappt. 🙂 Drück euch die Daumen!

Published inHow TosSoftware vorgestellt

4 Comments

  1. Zaphod Zaphod

    Kleine Anmerkung meinerseits:
    DNS steht für „Domain Name System“ und somit ist es völlig OK, wenn man von „DNS-Servern“ redet. Das ist also kein Grund zur Aufregung. 😉

    • Ben Ben

      Oh verflixt, du hast völlig recht 🙂 Danke für den Hinweis!

  2. Johannes Johannes

    „Im Falle der Fritz!Box 7050 kann man das Interface auf lan belassen. Bei anderen Modellen muss man das entsprechende andere Interface einsetzen.“

    Was für ein anderes Interface denn? Wie bekommt man das heraus?
    Hab nen W701V mit freetz drauf.

    • Ben Ben

      Hallo Johannes,
      das Interface ist derjenige Netzwerkport (Hardware) an deinem Speedportrouter, an dem die anderen Geräte hängen. Wenn du auf der Shell nur »ifconfig« eingibst, siehst du die vorhandenen Interfaces und wie sie heißen. »lan« ist ein virtuelles Interface für alle Ports, die ins lokale Netzwerk gehen. Die einzelnen Interfaces heißen üblicherweise ethn, wobei n eine Nummer ist, bzw. »wlan0« für das WLAN-Interface – falls vorhanden. Normalerweise sollte »lan« also klappen.

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