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Binäruhr von getDigital.de (Produkttest)

[Werbung] Dieser Artikel wurde mit einer Digitaluhr von getDigital gesponsort.

Binäruhr-LampenSeit einigen Tagen läuft also schon mein Produktmuster von getDigital, welches ich freundlicherweise vom getDigital-Stand auf der CeBIT 2012 zur Verfügung gestellt bekommen habe. Mein Besuch dort war zwar fest eingeplant – die Möglichkeit eines Produkttests war mir aber neu. Es handelt sich um eine hübsche Binäruhr zum Aufstellen in der Wohnung oder im Büro, die ich im folgenden näher vorstellen möchte.

Vorweg: Es gab einige positive wie negative Überraschungen – und zwar dort, wo ich sie nicht vermutet hätte!

Die Verpackung

Binäruhr-Verpackung
Binäruhr-Verpackung

Tja, nun bin ich kein guter »Unboxer« – Fotos vom Auspacken gibt es nicht. Wohl aber von der Verpackung, die ich aufmerksam gelesen habe. Die Box enthält den Hinweis, dass es sich um eine Wanduhr handelt, sowie weitere Hinweise, wie man die Uhr abliest. Nun, so wirklich hat mich die Verpackung aber nicht überzeugt – zumal beim Auspacken die Enttäuschung da war: Eine Wanduhr? Mitnichten! Eine Uhr mit Stromkabel und gewinkelter Rückseite lässt sich wohl kaum aufhängen. Also keine Wand- sondern eine Tischuhr. Das sollte man beim bestellen beachten! Naja gut, eine kleine Enttäuschung. Aber schauen wir mal auf die inneren Werte!

Das Design

Design schräg von vorne
Designansicht

Hier kam eine positive Überraschung zu Tage – die Uhr, die ich in der Hand hielt, sieht wirklich sehr schick aus! Auf dem Karton ist immer das geringfügig teurere, silberfarbene Modell abgebildet. Die folgenden Bilder sind von meiner roten Uhr.

Wie man auf dem Bild erkennen kann, steht der rote Rand etwas an den Seiten über und ist transparent – das sieht wirklich schick aus! Von vorne scheint die Uhr durch die schwarze Rückseite etwas dunkler, wirkt aber wesentlich rötlicher als auf den Bildern. Es scheint auf den Bildern ziemlich schwarz, aber das ist wohl eher den fehlenden Blitzen geschuldet. Die leuchtenden, ebenfalls rotfarbenen LEDs heben sich gut von der Plastikfläche ab und wirken auch nicht billig. Vielleicht wären sie »versenkt« etwas hübscher gewesen, aber hässlich sieht die Uhr keinesfalls aus.

Schalter für Dimmung, Stunden, Minuten und Sekunden befinden sich auf der ebenfalls edel geschwungenen Rückseite, das Stromkabel wird gerade nach hinten geführt. Eine Befestigung für die Wandmontage konnte ich allerdings nicht entdecken – dieses wäre bei dem Verlauf des Stromkabels auch äußerst problematisch.

Die Technik

Hier muss ich leider mit einem großen Kritikpunkt anfangen. Meine ersten Gedanken beim Auspacken waren:

Wie, die Uhr hat ein Stromkabel?

Ist das alternativ zur Batterie?

Nein, ist es nicht!

Unterseite: Strom und Dimmer
Unterseite: Strom und Dimmer

Wirklich, es hat mich ziemlich schockiert: Warum braucht eine solch kleine Uhr mit sparsamen LEDs einen 230 Volt-Stromanschluss mit entsprechendem Steckernetzteil? Wahrscheinlich hätte es auch eine Batterie getan – und wäre zudem viel praktischer gewesen. Aber gut, damit muss man wohl leben. Für mich bleibt es aber ein großes Ärgernis, da es den Stellplatz unnötig einschränkt, und ein Kabel mehr in den Kabelkanal im Schreibtisch gestopft werden muss.

Der Stecker ist fest, so dass hier kein Stomausfall durch stolpern und ähnliches zu befürchten ist. Bleibt außerdem die Erkenntnis, dass solch ein Steckernetzteil bei kleinen Steckdosen das Potential hat, die Nachbarsteckdose zu blockieren.

Die Binäruhr lässt sich dafür problemlos stellen: Zwei Tastschalter auf der Rückseite der Uhr stellen Stunden und Minuten. Ein gleichzeitiger Druck auf beide Taster nullt die Sekunden. Das klappt vor allem besser als gedacht: In drei Versuchen wurde kein einziges Mal die Stunde oder Minute weitergestellt.

Ansicht der Rückseite
Ansicht der Rückseite

Außerdem gibt es neben dem Stromkabel noch einen Schalter für die Dimmung. Die LEDs lassen sich damit auf drei Helligkeitsstufen regulieren. Der Schalter ist etwas unglücklich zu erreichen, schwerer noch als die Stelltasten. Das scheint mir etwas zu kurz gedacht – im Zweifel möchte ich eher mal die Helligkeit ändern, anstatt die Zeit neu zustellen. Vor oder nach ging die Uhr nämlich nicht in den getesteten zwei Wochen.

Die Dimm-Taste dient noch dazu, in Kombination mit der Stunden- und Minutentaste zwischen dem 12/24-Stundenformat umzuschalten, oder zwischen der Zeitanzeige (BCD oder „echtes“ Binärformat), dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Ablesen der Zeit

Ablesen der Zeit (BCD)
Ablesen der Zeit (BCD)

Hier gibt es wieder eine unerwartete Überraschung – dieses mal wieder eine positive! Die Uhr lässt sich auf zwei verschiedene Lesemodi einstellen. Der erste, hier vorgestellte Modus, dürfte wohl jedem Informatiker bekannt sein: Es handelt sich um Binärkodierte Dezimalziffern. Es wird also jede einzelne Ziffer der Uhrzeit für sich binär kodiert. Die Spalten haben also von links nach rechts folgende Stellenwerte: Zehnerstunden, Einerstunden, Zehnerminuten, Einerminuten, Zehnersekunden, Einersekunden.

Der zweite Modus nennt sich laut Anleitung »echtes Binärformat«. Es handelt sich dabei nicht um ein BCD-Format, aber der Einfachheit halber werden Stunden, Minuten und Sekunden immer noch für sich kodiert – dieses mal aber nicht mehr in Zehner und Einer, also nicht mehr in einzelne Ziffern unterteilt. Damit genügend Werte dargestellt werden können, nutzt die Uhr in diesem Modus die unteresten drei Reihen statt Spalten. 59 Minuten oder Sekunden würden daher als »11 10 11« angezeigt werden: 32 + 16 + 8 + 2 + 1.

Dieser Modus ist wesentlich anspruchsvoller und für den alltäglichen Gebrauch auch etwas unpraktischer. Bei mir bleibt also der erste Modus angeschaltet, das BCD-Format. Es ist aber eine wirklich gute Idee, diesen Modus mit  in solch ein Produkt aufzunehmen. In sofern hat das als »innovativ« beschrieben Produkt definitiv eine Funktion, die partout nicht jede Binäruhr aufweisen kann!

Fazit

Die Uhr ist für mich sehr gemischt zu bewerten. Negativ aufgefallen sind mir die Stromversorung per Steckernetzteil und das falsche Versprechen auf der Verpackung (»Wanduhr«). Davon wiegt aber eigentlich nur die Stromversorgung wirklich bemerkenswert.

An positiven Eigenschaften hervorzuheben sind vor allem das schicke Design, die einfache Bedienbarkeit über nur drei Tasten, sowie der ungewöhnliche Funktionsumfang mit Dimmung und zwei Darstellungsmodi. Das macht aus dieser Binäruhr schon etwas besonderes, sie hebt sich von der Masse definitiv ab.

Leider finde ich den Preis derzeit etwas hochgelegt. Für eine Uhr, die aus doch so simpler Technik besteht und nur wenige Zentimeter hoch ist, hätte ich wohl nicht mehr als € 25,- ausgegeben, zumal mich die Energieversorgung per Steckdose durchaus stört. Für alle anderen, die das nicht stört, ist diese Uhr als nettes Gimmick für den Büroschreibtisch aber durchaus zu empfehlen! Sie bleibt ein besonderer Hingucker, ist gut beschrieben und wird für so manch verwundertes Gesicht unter Kollegen sorgen.

Weblinks

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4 Comments

  1. Vielen Dank für das ausführliche Review! Dass auf der Verpackung ein Fehler unterlaufen ist, haben wir noch gar nicht bemerkt. Bei der nächsten Lieferung wird das korrigiert sein. Sowas weckt natürlich tatsächlich falsche Erwartungen, wobei der Effekt bei einer Online-Bestellung natürlich anders ist als in Deinem Fall.
    Trotzdem, ein unschöner Fehler, den wir so schnell wie möglich beheben werden!

    Danke also für Dein Feedback und noch viel Spaß mit der Uhr!

    • Ben Ben

      Das stimmt natürlich, auf der Artikelseite wird gar nicht erwähnt, dass es eine Wanduhr sei. Eigentlich bin ich inzwischen sogar ganz früh darüber, dass es keine Wanduhr ist. Somit bleibt als einziger Kritikpunkt die Stromversorgung, bei der sich andere Kunden ja auch schon kreative Lösungen überlegt haben:
      http://www.getdigital.de/products/binaeruhr/more/action/idBild/65

      • Ich habe nochmal nachgefragt und die Info bekommen, dass normale Batterien für die LEDs nicht genug Strom liefern. Daher auch die Bastelei des Kunden mit einer großen Batterie 😉

  2. Naja, genug Strom wuerden vermutlich auch Mignonzellen liefern. Nur halt nicht lange… 🙂

    Das ist der Grund warum die meisten LED-Armbanduhren nur dann die Zeit anzeigen wenn man eine Taste drueckt. So eine LED ist zwar im Vergleich zur Gluehbirne echt sparsam, kann aber (leider) noch lange nicht mit einem LCD mithalten. Ich hab mal vor einem ziemlich grossen RGB-Display aus LEDs gestanden. Wenn man sich das aus der Naehe ansieht merkt man sehr deutlich dass auch LEDs Waerme produzieren.

    BTW: Meine Binaeruhr kennst Du schon?
    http://www.schatenseite.de/binaryclock.html
    Kein schickes Gehaeuse, dafuer aber Funkgesteuert und mit sieben Anzeigemodi. Einschliesslich des 32-Bit-Unix-Timestamps, wie es sich fuer eine Geek-Uhr gehoert. 😉

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