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3D-Bilder mit PNG-Animation

3D-Bilder können auf verschiedene Weise hergestellt werden: Zwei Bilder nebeneinander für Kreuz- oder Parallelblick, oder als Rot-/Grünbild (Anaglyph). Eine ganz andere Herangehensweise ist das Wechseln von zwei Bildern. Während früher GIF zum Einsatz kam, bieten APNG und MNG neue Möglichkeiten.

Das Aufnehmen von Bildern, die in 3D betrachtet werden können, nennt man Stereoskopie. Die zuletzt genannte Methode, Bilder räumlich dazustellen, bezeichnet man auch als „wiggle stereoscopy„, also auf Deutsch Wackelstereoskopie.

Beispiele

Bisherige Beispiele verwenden GIF, sie können hier eingesehen werden:

Das Problem mit GIF und Flash

Bei diesen Bildern trifft man auf die gleichen Probleme, wie beim klassischen GIF/PNG-Problem auch. Bislang hat sich kein anderes Format für animierte Bilder so durchgesetzt, wie GIF es seinerzeit tat. GIF ist aber patentbelastet und kann nur 8 Bit Farben darstellen, für Transparenz gibt es sogar nur ein Bit (an oder aus). Fotos sehen also nicht sehr schön aus, da ihnen viele Farbinformationen fehlen.

Shockwave Flash (jetzt: Adobe Flash) hingegen ist ein Speicherfresser, ist nirgends Standardisiert und läuft auch nicht auf allen Systemen – bis vor kurzem gab es kein Plugin für 64bittige Browser unter Linux.

APNG oder MNG?

Es gibt zwei Lösungsansätze: APNG und MNG. Leider haben sich beide noch nicht richtig durchgesetzt. Offiziell gibt es nur das MNG-Format: Es ist von PNG abgeleitet, unterstützt neben einfachen Animationen auch komplexere Scripte. Die Unterstützung wurde aber in Firefox 1.5 entfernt. APNG hingegen wurde aufgenommen, mit der Begründung der Abwärtskompatiblität: Es ist ein einfaches PNG mit Extra-Informationen. In alten Browsern wird also zumindest das erste Bild angezeigt, die Dateiendung .png bleibt.

Auch wenn ich selbst über die Entscheidung der Mozilla Foundation nicht glücklich bin, möchte ich hier keinen Flame War starten. Nehmen wir also das APNG an.

Die Animation

Man nimmt ganz normal ein stereoskopisches Bild auf und lässt es abwechselnd Anzeigen. Hier mal ein Beispiel mit meinem Knautsch-Tux (bitte anklicken):

Tux als 3D-Wackelbild
Tux als 3D-Wackelbild

Hier im Vergleich das gleiche Bild als GIF. Es sind deutliche Farbfehler zu erkennen (auch hier bitte anklicken).

Tux Wackelstereoskopie mit 256-Farben-GIF
Tux Wackelstereoskopie mit 256-Farben-GIF

Hier im Vergleich noch einmal das gleiche Bild anaglyph (JPEG):

Anaglyphes 3D-Bild mit Tux
Anaglyphes 3D-Bild mit Tux

Und weil es sooo schön ist, das ganze noch einmal für den Kreuzblick. Am besten 2x anklicken, um das Bild in einer geeigneten Größe zu erhalten. Um es zu betrachten, muss man nur auf das Bild schielen, bis sich die Teilbilder überschneiden.

Tux als 3D-Bild für den Kreuzblick
Tux als 3D-Bild für den Kreuzblick

Bilder erstellen

Für das Wackelbild speichert man beide Frames (Einzelbilder) fertig als PNG ab. Diese fügt man dann einfach noch in einen APNG-Editor ein, passt die Verzögerung in Millisekunden an (etwa 80 bis 150 sind ok) und klickt auf speichern.

Links

Software:

Weitere Links:

Published inHow Tos

Ein Kommentar

  1. […] ist die fehlende Unterstützung doch schade: Ohne animiertes Bildformat mit 24bit lassen sich keine 3D-Wackelbilder (Pseudo-3D) erstellen. Als Alternativen bleiben nur Adobe Flash oder HTML5/JavaScript-Animationen. Letztendlich […]

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