Android 2.2 für das HTC Hero

Nachdem ich von Android 2.1 etwas enttäuscht wurde, da es viele tolle Funktionen von 2.2 einfach nicht enthält, habe ich mich jetzt für ein Custom-Rom entschieden. Wie es auf einem HTC Hero installiert wird, erfährt man hier.

Root, bitte

Zunächst braucht man Root-Rechte, also vollen Systemzugriff auf das Handy. Um das zu erreichen, muss man leider ein Downgrade auf Android-Version 1.5 vornehmen – eine ganz spezielle Version der 1.5er-Reihe. Diese hat einen Fehler, so dass man eine spezielle App einspielen kann. Diese ermöglicht dann Zugriff auf das Bootsystem.

Von goldenen Karten

User, die ihr HTC Hero als T-Mobile G2 Touch gekauft haben oder aus sonstigen unerfindlichen Gründen ein T-Mobile-Branding haben, müssen während des Downgradeprozesses eine modifizierte SD-Karte im Handy eingelegt haben. Dazu sichert man sich seine SDCard-Daten zunächst auf der Festplatte und formatiert diese dann neu. Auf der SD-Card wird im Anschluss mit folgender Anleitung eine spezielle Datei angelegt: Goldcard mit Goldcardtool erstellen.

Das rooten selbst

Der gesamte weitere Vorgang ist auf Androidpit so gut beschrieben, dass ich ihn hier nicht wiederholen möchte. Der Link zu dem Artikel ist dieser hier: How to root HTC Hero mit original Android 2.1-Update. Im Endeffekt spielt man sich eine ZIP-Datei auf die SD-Karte, startet das Handy mit gedrückter Home-Taste neu und installiert es dann (vorher nicht vergessen alles zu wipen!).

Ein eigenes Rom

Nun sollte eigentlich alles so sein wie vorher: Android 2.1, aber mit Rootrechten – zu erkennen an der Superuser-App im Programmmenü. Man ist nun bereit, ein eigenes ROM einzuspielen. Mein Favorit nach ausführlicher Recherche war Elelinux. Grund ist vor allem, dass alles funktioniert. Bei vielen Roms funktioniert z.B. die Kamera nicht, Bugs werden erst nach langer Zeit behoben. Das alles scheint bei Elelinux nicht der fall zu sein. Es wird genau so aufgespielt, wie das gerootete 2.1-Image: Handy aus, mit gedrückter Home-Taste wieder anschalten, wipen und aus einer ZIP-Datei installieren. Es gibt zwei Downloadlinks: Die Version FROYO_2.2.1_Final_Android_Stock ist quasi Android 2.2.1, wie es von Google kommt. Elelinux_Special_Edition_2.2.1_Final hingegen wurde komplett »nackig gemacht«. Es sind also kaum Tools von Google noch drauf, bis auf die wirklich wichtigen wie etwa der Market oder Google Mail. Hier muss man sich den Rest mit Optionen nachinstallieren. Außerdem ist ein anderes Design bereits vorinstalliert.

Optionen

Elelinux kann noch auf verschiedene Art und Weisen angepasst werden. Zum einen gibt es Themes, die das Design des Handys verändern. Daneben gibt es die Options, die etwas am System oder den Apps verändern.

  • Market Fix / Notification Light fix
    Sollte nur eingespielt werden, wenn ihr Probleme habt. Bei mir hat der Market Fix mehr kaputt gemacht, als es vorher der Fall war. Nicht installieren.
  • Gingerbread Keyboard / Keyboard Reset
    (De)Installiert die Standardtastatur der Android-Version 2.3 Da ich Swift oder Swype nutze, ist mir das somit herzlich egal. Tipp: Nicht installieren.
  • Google Car
    Funktioniert in Deutschland eh nicht und kann daher weggelassen werden. Nicht installieren.
  • Remove ADWLauncher and install Launcherpro v 0.8.1.1
    Wer einen anderen Startbildschirm haben möchte, kann diese Option installieren. Läuft etwas flüssiger, kann leider aber auch sehr viel weniger. Vor allem kann im Appmenü nicht mehr seitlich gescrollt werden. Meine Meinung: Nicht installieren.
  • Remove Facebook and Twitter
    Wer wie ich beide Dienste nicht nutzt, schiebt hiermit diese Apps vollständig und für immer vom Handy. Daher: Installieren.
  • Remove stock mms
    Als beliebte Alternative zur Standard-SMS-App hat sich Handcent gemausert. Damit ist die beiliegende SMS-App von Google überflüssig. Installieren.
  • Ubuntu fonts
    Wer die Droid Sans-Schriftart nicht mag, kriegt hiermit die typografisch ähnliche Ubuntu-Schrift. Ich mag sie, aber es ist kein muss sie zu installieren. Nimmt eine Idee mehr Platz am Bildschirm ein. Daher: Wer es mag, kann es bedenkenlos installieren.
  • Updated kernel 2010-12-22 Hero_Kernel-12pre6
    Dieser Kernel erhöht die Maximalfrequenz des Prozessors und kann so Laggen vorbeugen. Durch den »Smartass«-Scheduler verliert man dabei nichtmal Akkulaufzeit, im Gegenteil. Mein Tipp: Installieren.

Bilder des fertigen Systems

Weblinks

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Über Benjamin Marwell

Hallo, mein Name ist Benjamin und ich bin Wirtschaftsinformatiker. In meiner Freizeit bin ich Musiker, Ruderer und enthusiastischer Android- und Linux-Nutzer. Meine Interessen liegen daher vor allem im Bereich Open Source-Software, aber auch im Bereich Webentwicklung.

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